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Versicherungssumme für den Hausrat berechnen
Die gängige Faustformel lautet Wohnfläche mal Pauschalbetrag je Quadratmeter. Laut GDV liegt dieser Betrag in der Regel zwischen 650 und 750 Euro, bei 80 Quadratmetern ergibt das 52.000 bis 60.000 Euro. Welcher Wert für dich gilt, legt dein Versicherer fest; nur wenn die Summe ihn erreicht, verzichtet er auf die Prüfung einer Unterversicherung.
Werkzeug
Hausrat-Rechner
Schätze die Versicherungssumme für deinen Hausrat nach der Wohnfläche oder mit einer Aufstellung Raum für Raum. Der Rechner nennt keine Beiträge und keine Anbieter.
Aufstellung nach Räumen
Trage je Zeile den Betrag ein, den gleichwertige neue Sachen heute kosten würden (Neuwert).
Der Rechner speichert nichts. Deine Eingaben bleiben in diesem Browserfenster und verschwinden, wenn du die Seite schließt.

Mit dem Rechner schätzt du, wie hoch die Versicherungssumme deiner Hausratversicherung sein sollte. Du hast zwei Wege: Entweder gibst du nur die Wohnfläche ein und bekommst eine Spanne nach der Quadratmetermethode, oder du listest den Wert deiner Einrichtung Raum für Raum auf. Der Rechner speichert nichts und rechnet nur mit deinen Eingaben. Er nennt keine Beiträge und keine Anbieter.
So rechnet der Rechner
Bei der Quadratmetermethode wird die Versicherungssumme je Quadratmeter Wohnfläche kalkuliert, ohne die einzelnen Gegenstände zu bewerten. Der Pauschalbetrag hängt vom Versicherer ab und liegt nach Angaben des Gesamtverbands der Versicherer (GDV) in der Regel zwischen 650 und 750 Euro je Quadratmeter [1]. Die Verbraucherzentrale nennt als häufigen Richtwert 650 Euro [2]. Der Rechner multipliziert deine Wohnfläche deshalb mit beiden Werten und zeigt das Ergebnis als Spanne. Hast du den genauen Betrag deines Versicherers, kannst du ihn statt der Spanne eintragen.

| Wohnfläche | bei 650 Euro je m² | bei 750 Euro je m² |
|---|---|---|
| 40 m² | 26.000 Euro | 30.000 Euro |
| 60 m² | 39.000 Euro | 45.000 Euro |
| 80 m² | 52.000 Euro | 60.000 Euro |
| 100 m² | 65.000 Euro | 75.000 Euro |
| 120 m² | 78.000 Euro | 90.000 Euro |
Maßgeblich ist die Wohnfläche, die du dem Versicherer angibst. Sie sollte mit der tatsächlichen Fläche übereinstimmen, auch nach einem Umzug oder wenn ein Raum dazukommt.
Warum der Quadratmeterwert zählt
Erreicht deine Versicherungssumme den Betrag, den dein Versicherer je Quadratmeter festlegt, verzichtet er im Schadenfall bis zu dieser Höhe darauf zu prüfen, ob die Summe ausreicht. Das nennt man Unterversicherungsverzicht [1]. Liegt die Summe darunter, kann der Versicherer bei einem Schaden nachrechnen. Ist die Versicherungssumme erheblich niedriger als der Wert des Hausrats am Tag des Schadens, zahlt er nur im Verhältnis von Summe zu Wert [3]. Liegt die Summe zum Beispiel 30 Prozent zu niedrig, bekommst du im Schadenfall 30 Prozent weniger [1]. Wie das genau funktioniert, steht unter Unterversicherung erkennen und vermeiden.
Aufstellung nach Räumen
Die zweite Methode ist das Versicherungssummenmodell: Du erfasst jeden Gegenstand und bewertest ihn. Der GDV nennt das sehr aufwendig [1]. Es lohnt sich vor allem, wenn du deutlich mehr besitzt als ein durchschnittlicher Haushalt, oder wenn du prüfen willst, ob die Pauschale bei dir überhaupt reicht.

Im Rechner legst du dazu für jeden Raum Zeilen an, etwa für Möbel, Elektrogeräte, Kleidung, Küchenausstattung, Teppiche und Lampen, Sport- und Hobbysachen. Keller, Dachboden und Garage zählen mit. Setze jeweils den Betrag an, den du heute für gleichwertige neue Sachen zahlen müsstest. Die Hausratversicherung ersetzt den Neuwert, also den Preis vergleichbarer Neuware, und dafür muss die Summe den gesamten Hausrat abdecken [2]. Der Rechner addiert alle Räume und vergleicht die Summe mit dem Ergebnis der Quadratmetermethode. Liegt deine Aufstellung über der Spanne, ist das ein Hinweis, die Summe mit dem Versicherer zu besprechen.
Ein Rechenbeispiel
Ein Paar wohnt auf 65 Quadratmetern. Nach der Quadratmetermethode ergibt sich eine Spanne von 42.250 Euro (65 × 650) bis 48.750 Euro (65 × 750). Die beiden gehen anschließend Raum für Raum durch: Wohnzimmer 14.000 Euro, Schlafzimmer 9.000 Euro, Küche 8.500 Euro, Arbeitszimmer mit Technik 11.000 Euro, Bad und Flur 3.500 Euro, Keller mit zwei Rädern und Campingausrüstung 6.000 Euro. Zusammen sind das 52.000 Euro, also mehr als die obere Grenze der Spanne. Für die beiden lohnt sich das Gespräch mit dem Versicherer, ob eine höhere Summe oder ein höherer Quadratmeterbetrag sinnvoll ist.
Wertsachen getrennt prüfen
Bargeld, Urkunden, Schmuck und ähnliche Wertsachen sind in der Hausratversicherung nur begrenzt versichert, meist bis insgesamt 20 Prozent der Versicherungssumme je Versicherungsfall. Bargeld, Urkunden und Schmuck müssen außerdem besonders gesichert aufbewahrt werden, zum Beispiel in einem Geldschrank [2]. Der Rechner zeigt dir deshalb zu jeder Summe die Grenze für Wertsachen an. Bei 52.000 Euro wie im Beispiel sind das 10.400 Euro. Trägst du den Wert deiner Wertsachen ein, siehst du sofort, ob er darüber liegt. Ob dein Vertrag eine andere Grenze vorsieht, steht in den Bedingungen.
Ähnlich ist es beim Fahrrad: Eine Fahrradklausel ist oft auf einen Prozentsatz der Versicherungssumme oder auf einen festen Betrag begrenzt [4]. Mehr dazu unter Fahrrad und E-Bike versichern.
Was du mit dem Ergebnis machst
- Vergleiche das Ergebnis mit der Versicherungssumme und der Wohnfläche in deinem Versicherungsschein.
- Prüfe, ob ein Unterversicherungsverzicht vereinbart ist und welchen Betrag je Quadratmeter dein Versicherer dafür verlangt.
- Frag nach einer Dynamik, die die Summe an steigende Wiederbeschaffungskosten anpasst. Nach dem Kauf teurer Möbel sollte die Summe zeitnah erhöht werden [1].
- Dokumentiere deinen Hausrat regelmäßig mit Fotos oder Videos und bewahre Quittungen auf [2].
- Melde einen Umzug rechtzeitig. Während des Umzugs sind beide Wohnungen versichert, in der alten endet der Schutz spätestens zwei Monate nach Umzugsbeginn [2].
Was die Hausratversicherung sonst abdeckt, steht unter Hausratversicherung. Wer gerade die erste Wohnung einrichtet, findet die passenden Verträge unter Erste eigene Wohnung: welche Versicherungen dazugehören.
- Organisation Hausrat: Wie vermeide ich eine Unterversicherung?. Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (dieversicherer.de). Stand 30.10.2023. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Hausratversicherung: Auf den Wert der Einrichtung kommt's an. Verbraucherzentrale. Stand 10.11.2025. abgerufen am 29.10.2026
- Gesetz § 75 VVG: Unterversicherung. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Was leistet eine Fahrradversicherung?. Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (dieversicherer.de). Stand 03.05.2024. abgerufen am 29.10.2026
Zuletzt geprüft am 29.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.
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